Ottmar Edenhofer über die Zukunft der Erde

lit radio edenhofer web„Die Zukunft ist keine sauber von der jeweiligen Gegenwart abgelöste Utopie: Die Zukunft hat schon begonnen“, schrieb Robert Jungk, Exponent der Zukunftsforschung aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Keine Utopie, keine Science-Fiction, keine literarische Fiktion! Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Professor für die Ökonomie des Klimawandels an der TU Berlin und stellvertretender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, greift auf die großen Narrative der Gegenwart zurück, um als Philosoph und Ökonom über die Zukunft des Planeten Nummer Drei der Sonne nachzudenken: Insbesondere die Großerzählungen, die unser wirtschaftliches Handeln bestimmen, haben Einfluss auf unsere Erwartungen und unsere spezielle Interpretation der Beschreibungen künftiger Entwicklungen. Besonders interessieren ihn zwei - ganz gegensätzliche - Narrative: Kapitalismus zum einen als Befreiungsgeschichte, zum anderen als Geschichte der Ausbeutung von Mensch und Natur. Welche Erzählung wird sich künftig als wirkmächtiger erweisen? Oder gibt es eine Meta-Erzählung, die beide überschreitet? Dem Zukunftsoptimismus der Aufklärung versetzte bereits 1973 der Bericht des „Club of Rome“ einen schweren Dämpfer. Und heute? Da stehen der Angst vor Katastrophen, Klimawandel oder Kriegen die Glücksversprechen von Digitalisierung, molekularer Medizin oder Agrotechnologie gegenüber. Zu gern wüsste der Mensch etwas über seine Zukunft, doch sie verbirgt sich. Ungeachtet dessen gilt, was Sören Kierkegaard so formulierte: „Das Leben muss rückwärts verstanden, aber … vorwärts gelebt werden.“

Über diesen -K L I C K- kommt man zum Vortrag "Die Zukunft der Erde" von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer.

Der Ökonom und Philosoph Ottmar Edenhofer im Programm der Philosophischen Tage in der Katholischen Akademie Bayern.

Dies ist die aktuelle Veranstaltungsnotiz der Philosophischen Tage, denen Prof. Dr. Dr. Winfried Löffler als Moderator vorstand. Löffler beschäftigt sich an der Universität Innsbruck hauptsächlich mit Logik, Wissenschaftstheorie, Medizin- und Umweltethik und Religionsphilosophie.

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Hans Otto Horch über Hiob bei Joseph Roth

lit radio horch webHans Otto Horch wurde 1984 mit einer Arbeit über die deutsch-jüdische Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts habilitiert. Von 1992 bis zu seiner Pensionierung 2009 war Horch Inhaber des neu geschaffenen Lehr- und Forschungsgebiets deutsch-jüdische Literaturgeschichte an der RWTH Aachen, der „Ludwig Strauß-Professur“. Sie ist nach dem Dichter und Literaturwissenschaftler Ludwig Strauß benannt, der bis 1934 als Dozent an der RWTH Aachen tätig war. Horch stellt den Hiob-Roman von Joseph Roth im Kontext deutsch-jüdischer Literaturgeschichte vor.

Die Radiosendung finden Sie hier: Vortrag über Hiob bei Joseph Roth

Siehe Prof. Dr. Hans Otto Horchs Beitrag "Joseph Roths Hiob-Roman im Kontext deutsch-jüdischer Literaturgeschichte" und die weiteren Referate der Tagung im Archiv-Verzeichnis der Zeitschrift: "zur debatte"

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Prof. Dr. Hans Otto Horch, Professor für deutsch-jüdische Literaturgeschichte an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, inmitten weiterer hochkarätiger Referenten der Tagung in der Katholischen Akademie Bayern. Links: Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger, Professor für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Universität Wien, und Prof. Dr. Konrad Schmid, Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und frühjüdische Religionsgeschichte an der Universität Zürich. Rechts: Prof. Dr. Franz Körndle, Professor für Musikwissenschaft an der Universität Augsburg, und Prof. Dr. Franz Sedlmeier, Professor für Alttestamentliche Wissenschaft an der Universität Augsburg. 

Hans-Georg Gradl über das Johanneischlernen

lit radio gradl webProf. Dr. Hans-Georg Gradl, Bibelwissenschaftler an der Theologischen Fakultät Trier, nimmt einen der wichtigsten Autoren des Neuen Testaments in den Blick: Johannes Evangelist. 

Was sind die Besonderheiten an seiner Art des Schreibens und Formulierens? Was unterscheidet ihn von den so genannten Synoptikern, also von den anderen drei Verfassern neutestamentlicher Evangelien: Matthäus, Markus und Lukas?

Professor Gradl bezieht sich für seine Tour durch die Schreibwerkstatt des Johannes Evangelist auf einen der großen Denker der Spätantike, Clemens von Alexandrien, und nennt diese Reise augenzwinkernd "Johanneischlernen". Die Schwierigkeit dabei ist keineswegs die Grammatik. Vielmehr geht es darum, zu verstehen, was bei Johannes Evangelist die Begriffe Licht, Leben, Fleisch, Geist, Stunde und Herrlichkeit bedeuten.

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Siehe die schriftlichen Ausführungen von Prof. Dr. Hans-Georg Gradl im Sonderheft der Zeitschrift "zur debatte" 07/2015: >>Das Johannesevangelium<<

Die Radiosendung finden Sie hier: Vortrag über den Evangelisten Johannes und sein Evangelium

 

Marlis Gielen über Paulus von Tarsus in Kilikien

lit radio gielen ccProf. Dr. Marlis Gielen, Bibelwissenschaftlerin an der Universität Salzburg, widmet sich in ihrem Vortrag der neutestamentlichen Briefliteratur. Insbesondere nimmt sie die Korrespondenz des Apostels Paulus mit der Gemeinde von Korinth in den Blick und zeichnet als ausgewiesene Pauluskennerin ein Portrait des Briefeschreibers Paulus von Tarsus  – ein Autor, der wohl zu den wirkmächtigsten Schriftstellern der Welt- und Kulturgeschichte zählt. Wie hat er gearbeitet? Wie brachte er seine Texte zu den Lesern und Hörern? War Paulus ein Self-Publisher oder bediente er sich etwa eines Verlags? Marlis Gielen fand in der Arbeitsweise des Paulus Züge modernen Managements und ökonomischer Effektivität.

Prof. Dr. Marlis Gielen in der Mediathek der Katholischen Akademie

Die Radiosendung finden Sie hier: Vortrag von M. Gielen

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