Christian Lehnert (Teil 2)

lit radio lehnert web"Der Gott, den es nicht gibt, 
in mir ein dunkler Riss, 
ist meiner Seele nah, 
so oft ich ihn vermiss." 
(Christian Lehnert) 

Der Dichter und Essayist Christian Lehnert ist auch evangelischer Pfarrer und darüber hinaus seit fünf Jahren Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig. So fließen poetische Elemente gleichermaßen wie Erfahrungen seelsorgerlicher Praxis und wissenschaftlicher Forschung in seine Werke mit ein, um, wie Lehnert es einmal formuliert, „die Fragilität einer religiösen Existenz, und zwar meiner religiösen Existenz, zu erkunden, in allen Widersprüchen, in allen Offenheiten, in zweifelnden Fragen ...“ In hochpoetischen Bildern zeigt sich ungeschönt das delikate Verhältnis von Religiosität und Dichtung, zuletzt in den vielbeachteten Bänden „Korinthische Brocken“ (2013), „Windzüge“ (2015) und „Der Gott in einer Nuß. Fliegende Blätter von Kult und Gebet“ (2017). Kritiker sehen in ihm einen „unzeitgemäßen“ Dichter, da er weder im Literaturbetrieb noch in der Kirche einen selbstverständlichen Platz findet. Für die hohe Qualität seiner Lyrik ist Christian Lehnert vielfach ausgezeichnet worden, so noch als Student 1995 mit dem „Leonce und Lena“-Preis der Stadt Darmstadt und zuletzt mit dem Hölty-Preis für Lyrik der Stadt Hannover sowie dem Eichendorff-Literaturpreis.

Dieser Link führt zum zweiten Teil der Lesung von Christian Lehnert

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Albert Ostermaier: Death Valley Junction

lit radio ostermaier webRund 200 Gäste waren zur Sommernacht der Künste in der Katholischen Akademie Bayern zu Gast. "Dante trifft Albert Ostermaier" war Titel und Programm. Veranstaltet wurde die Sommernacht anlässlich des 750. Geburtstags von Dante Alighieri in Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura München und dem Forum Italia. Nach einem analytischen Vortrag des SZ-Literatur-Kritikers Prof. Dr. C. Bernd Sucher zum Thema "Dantes Spuren in der Literatur" kam die Kunst selbst zu Wort. Albert Ostermaier las - unterstützt durch die Schauspielerin Alexandra Kamp und C. Bernd Sucher - aus seinem Werk "Death Valley Junction", einem Theaterstück von 2000 für acht Darsteller, in dem Ostermaier viele Motive aus der Göttlichen Komödie verarbeitet hat. Mit auf dem Podium saß der Filmkomponist Hans Platzgumer, der seinerseits als Autor von Romanen, Hörspielen und Opern tätig ist. Er improvisierte live einen illustrierenden Klangteppich elektronischer Musik.

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Hier hören Sie Auszüge aus der Lesung: "Death Valley Junction"

Hier sehen Sie ein kurzes Video zur Veranstaltung Sommernacht der KünsteMediathek der Katholischen Akademie Bayern

Hier sehen Sie das Programmblatt der Veranstaltung mit Albert Ostermaier

 

Rüdiger Safranski (Teil 2)

lit radio safranski webEr ist wohl einer der renommiertesten Biographen Deutschlands: seine ebenso fundierten wie lesbaren Präsentationen u.a. von E.T.A. Hoffmann, Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche, Friedrich Schiller und zuletzt Johann Wolfgang von Goethe haben Rüdiger Safranski zum Bestsellerautor gemacht. Auch international feiern seine Werke in mittlerweile 28 Sprachen Erfolge, hat er doch die Gabe begnadeten Erzählens, und seine Eloquenz, sein Witz vermögen längst verstorbenen Dichtern sehr lebendige Präsenz zu verleihen. Anlässlich der Verleihung des Konrad-Adenauer-Literaturpreises 2014 in Weimar beschrieb Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Biographen Safranski als „...Meister auch und besonders darin, das Neue, das Außergewöhnliche, das ‚Un-erhörte‘ dort zu entdecken, wo eigentlich schon alles gesagt und geschrieben scheint“. Wie den klassischen Schriftstellern und Denkern gilt Safranskis Leidenschaft auch dem Philosophieren. So wurde er einem breiten Publikum als Moderator der Sendung „Das philosophische Quartett“ bekannt, zusammen mit Peter Sloterdijk. Warum sind wir hier? Was können wir tun und was vom Leben erwarten? Solche zentralen Fragen menschlichen Daseins fanden ihren Niederschlag u.a. in Publikationen wie „Das Böse oder Das Drama der Freiheit“ und „Wieviel Wahrheit braucht der Mensch?“. Sein Werk über die Romantik verbindet Philosophie mit Literatur und hat Verstehenszugänge zu dieser geistigen Tradition eröffnet, die sie uns heute erneut faszinierend erscheinen lassen.

Dieser Link führt zur Lesung mit Rüdiger Safranski

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Rüdiger Safranski (Teil 1)

lit radio safranski webEr ist wohl einer der renommiertesten Biographen Deutschlands: seine ebenso fundierten wie lesbaren Präsentationen u.a. von E.T.A. Hoffmann, Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche, Friedrich Schiller und zuletzt Johann Wolfgang von Goethe haben Rüdiger Safranski zum Bestsellerautor gemacht. Auch international feiern seine Werke in mittlerweile 28 Sprachen Erfolge, hat er doch die Gabe begnadeten Erzählens, und seine Eloquenz, sein Witz vermögen längst verstorbenen Dichtern sehr lebendige Präsenz zu verleihen. Anlässlich der Verleihung des Konrad-Adenauer-Literaturpreises 2014 in Weimar beschrieb Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Biographen Safranski als „...Meister auch und besonders darin, das Neue, das Außergewöhnliche, das ‚Un-erhörte‘ dort zu entdecken, wo eigentlich schon alles gesagt und geschrieben scheint“. Wie den klassischen Schriftstellern und Denkern gilt Safranskis Leidenschaft auch dem Philosophieren. So wurde er einem breiten Publikum als Moderator der Sendung „Das philosophische Quartett“ bekannt, zusammen mit Peter Sloterdijk. Warum sind wir hier? Was können wir tun und was vom Leben erwarten? Solche zentralen Fragen menschlichen Daseins fanden ihren Niederschlag u.a. in Publikationen wie „Das Böse oder Das Drama der Freiheit“ und „Wieviel Wahrheit braucht der Mensch?“. Sein Werk über die Romantik verbindet Philosophie mit Literatur und hat Verstehenszugänge zu dieser geistigen Tradition eröffnet, die sie uns heute erneut faszinierend erscheinen lassen.

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Dagmar Nick (Teil 1)

lit radio nick webDagmar Nick gehört mit Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer und Hilde Domin zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Durch die musikalische Arbeit der Eltern – der Vater war Komponist und Musikinterpret, die Mutter Konzertsängerin – kam die 1926 in Breslau geborene Dagmar Nick schon früh mit der deutschen Lyrik in Berührung. Bereits 1945 veröffentlichte die "Neue Zeitung" in München – in den letzten Kriegswochen war die Familie vor der russischen Front nach Bayern geflohen – ihr erstes Gedicht. Dem folgte 1947 mit "Märtyrer" ihr erster Lyrikband, dann schon ab den 1950er Jahren aber auch Hörspiele, Erzählungen und insbesondere Reiseberichte. Zuletzt ist 2008 ihr vielbeachteter Gedichtband "Schattengespräche" erschienen. In den zahlreichen Auszeichnungen – u.a. Joseph von Eichendorff-Preis (1966), Tukan-Preis (1981), Andreas Gryphius-Preis (1993), Jakob Wassermann-Literaturpreis (2002) und Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2009 der Bayerischen Akademie der Schönen Künste – spiegelt sich die hohe Wertschätzung gegenüber einer bemerkenswert feinsinnigen und feinfühligen Autorin, "die bei aller Leidenschaft, die aus ihren Gedichten spricht, … nicht die zur Gestikulation entnervte Geste, nicht die literarische Verrenkung" nötig hat. (Karl Krolow)

 

Die Radiosendung finden Sie hier: Lesung mit Dagmar Nick

Das Programm der Veranstaltung der Katholischen Akademie mit Dagmar Nick ist hier abrufbar: Programmblatt 

lit radio nick schirnding webDagmar Nick zu Gast bei Albert von Schirnding