Arnold Stadler (Teil 2)

lit radio stadler lesung webArnold Stadler sei ein Erinnerungskünstler, sagen die Kritiker, ein sprachmächtiger Vergangenheits-Spieler. Sein unverwechselbarer Stil, „Beginn einer epischen Entfaltung“ (Martin Walser), pendle zwischen unheilbarem Schmerz und rettendem Scherz. Der diesmalige Gast in Albert von Schirndings Reihe hat so ziemlich alle wichtigen Literaturpreise im deutschsprachigen Raum erhalten, nicht zuletzt den von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehenen Georg-Büchner-Preis (1999). Dabei schien sein Weg zunächst in eine ganz andere Richtung als die des Schriftstellers zu gehen. In der badischen Kleinstadt Meßkirch geboren und auf dem elterlichen Bauernhof in Rast aufgewachsen, spielte er lange Zeit mit dem Gedanken, Priester zu werden. So studierte er zunächst katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, dann aber Germanistik in Köln und Bonn, ehe er in den 80er Jahren das Schreiben zu seinem Beruf machte. Warum Schriftsteller? „Nicht weil ich etwas sagen wollte, sondern weil ich etwas sagen musste. Ich habe immer versucht, mir über meine Begegnung mit der Welt, meine Situation, Klarheit zu schaffen.“

 

Hier geht es zur Radiosendung: Lesung mit Arnold Stadler

  

lit radio stadler podium webIn der Katholischen Akademie Bayern: ganz rechts Albert von Schirnding im Gespräch mit Arnold Stadler. Links: Signierstunde im Anschluss an die Lesung.

 

Thomas Hürlimann (Teil 1)

lit radio huerlimann web2Thomas Hürlimann zählt längst zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern der Schweiz. Seine Novellen, Gedichte, Romane und Theaterstücke, in mehr als 20 Sprachen übersetzt, wurden vielfach preisgekrönt. So wurde er zuletzt 2007 mit dem Schillerpreis und dem Stefan-Andres-Preis und 2008 mit dem Carolin-Schlegel-Preis ausgezeichnet. Kritiker und Freunde sind gleichermaßen fasziniert von der kreativen wie klaren Sprache des Autors. "Seine Worte wecken mein Bewusstsein, schärfen mein Gewissen, zünden meine Phantasie, mobilisieren meine Sinne", meinte schon früh August Everding. Hürlimann gilt als feinsinniger Beobachter, der mit traumhaft sicherem Formulierungsgeschick über Menschen in ihrer Niedrigkeit und Größe zu schreiben vermag, stets mit dem dafür nötigen Ernst, aber auch mit viel Witz, Komik und Satire. Hierfür kann er aus dem reichen Fundus seiner Familiengeschichte schöpfen, so in der Novelle "Fräulein Stark" (2001) aus dem barock-katholischen Milieu seiner Internatszeit in Einsiedeln, oder in seinen Romanen "Der große Kater" (1998) und "Vierzig Rosen" (2006). Es wäre allerdings ein "Hürlimann’sches Missverständnis" (Norbert Bischofsberger), würde man ihn auf Autobiographisches reduzieren. Nicht minder häufig kommen in seinen Arbeiten gesellschaftspolitische Fragen zum Vorschein. Für Furore hatte bereits 1981 das Theaterstück "Großvater und Halbbruder" gesorgt, mit dem erstmals die Verstrickungen der Schweiz während der NS-Zeit literarisch angegangen wurden.

Die Radiosendung finden Sie hier: Lesung mit Thomas Hürlimann

Das Programm der Veranstaltung der Katholischen Akademie mit Thomas Hürlimann ist hier abrufbar: Programmblatt

 

lit radio huerlimann und schirnding webThomas Hürlimann zu Gast bei Albert von Schirnding

Thomas Hürlimann (Teil 2)

lit radio huerlimann web2Thomas Hürlimann zählt längst zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern der Schweiz. Seine Novellen, Gedichte, Romane und Theaterstücke, in mehr als 20 Sprachen übersetzt, wurden vielfach preisgekrönt. So wurde er zuletzt 2007 mit dem Schillerpreis und dem Stefan-Andres-Preis und 2008 mit dem Carolin-Schlegel-Preis ausgezeichnet. Kritiker und Freunde sind gleichermaßen fasziniert von der kreativen wie klaren Sprache des Autors. "Seine Worte wecken mein Bewusstsein, schärfen mein Gewissen, zünden meine Phantasie, mobilisieren meine Sinne", meinte schon früh August Everding. Hürlimann gilt als feinsinniger Beobachter, der mit traumhaft sicherem Formulierungsgeschick über Menschen in ihrer Niedrigkeit und Größe zu schreiben vermag, stets mit dem dafür nötigen Ernst, aber auch mit viel Witz, Komik und Satire. Hierfür kann er aus dem reichen Fundus seiner Familiengeschichte schöpfen, so in der Novelle "Fräulein Stark" (2001) aus dem barock-katholischen Milieu seiner Internatszeit in Einsiedeln, oder in seinen Romanen "Der große Kater" (1998) und "Vierzig Rosen" (2006). Es wäre allerdings ein "Hürlimann’sches Missverständnis" (Norbert Bischofsberger), würde man ihn auf Autobiographisches reduzieren. Nicht minder häufig kommen in seinen Arbeiten gesellschaftspolitische Fragen zum Vorschein. Für Furore hatte bereits 1981 das Theaterstück "Großvater und Halbbruder" gesorgt, mit dem erstmals die Verstrickungen der Schweiz während der NS-Zeit literarisch angegangen wurden.

Die Radiosendung finden Sie hier: Lesung mit Thomas Hürlimann

Das Programm der Veranstaltung der Katholischen Akademie mit Thomas Hürlimann ist hier abrufbar: Programmblatt

 

lit radio huerlimann und schirnding webThomas Hürlimann zu Gast bei Albert von Schirnding

Kath. Akademie: Lesung Peter Hamm, Teil 1

Er war, 1937 in München geboren, ein Kind der Nachkriegszeit mit typischem Schicksal: keine leichte Kindheit; früher Tod der Mutter; zunächst im Heim, dann bei den Großeltern in Weingarten bei Ravensburg; er verlässt die Schule, arbeitet in der Landwirtschaft, bricht seine Lehre als Buchhändler ab. Er ist unser diesmaliger Gast bei Albert von Schirnding: Peter Hamm.

Weiterlesen: Kath. Akademie:...

Kath. Akademie: Lesung Peter Hamm, Teil 2

Er war, 1937 in München geboren, ein Kind der Nachkriegszeit mit typischem Schicksal: keine leichte Kindheit; früher Tod der Mutter; zunächst im Heim, dann bei den Großeltern in Weingarten bei Ravensburg; er verlässt die Schule, arbeitet in der Landwirtschaft, bricht seine Lehre als Buchhändler ab. Er ist unser diesmaliger Gast bei Albert von Schirnding: Peter Hamm.

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