Hans Maier

lit radio maier web"Für ein gutes, klares, womöglich sogar anmutiges Deutsch gehe ich auch heute meilenweit!" (Hans Maier) Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Maier, der zunächst als Professor für Politische Wissenschaften von 1988 bis 1999 als Inhaber des Guardini-Lehrstuhls für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der Münchner Universität wirkte, hat mit weit über 600 Titeln ein ungemein reiches publizistisches Werk vorgelegt. Er wurde in der Politikwissenschaft unter anderem durch seine Pubklikationen zum Thema 'Politische Religion' bekannt. Zudem war er Mitherausgeber der Wochenzeitung 'Rheinischer Merkur'.

Staat – Kirche – Verwaltung sind seine großen Lebensthemen. Sie lagen, wie er selbst einmal formulierte, „im 20. Jahrhundert, in einer Zeit der Umbrüche und Diskontinuitäten, einfach am Weg.“ Von 1985-88 war Hans Maier Präsident des Deutschen Bühnenvereins-Bundesverband deutscher Theater. Außerdem war der passionierte Organist von 1976 bis 1988 Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, dem er viele weitere Jahre angehörte. 1996 wurde er mit dem Ehrenring der Görres-Gesellschaft ausgezeichnet, 2004 zum ordentlichen Mitglied der Philosophisch-Historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Seit 1976 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

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Seine 2011 erschienene Autobiographie „Böse Jahre, gute Jahre – ein Leben 1931 ff.“ fand begeisterte Resonanz. Aus diesem Buch las er an dem Abend der Reihe "Autoren zu Gast bei Albert von Schirnding" 2012 in der Katholischen Akademie in Bayern.

Hier geht es zur Radiosendung: Lesung mit Hans Maier

 

lit radio maier schuller webFlorian Schuller, Katholische Akademie Bayern, rechts im Bild, bei der Begrüßung. Sitzend: Albert von Schirnding (links) und Hans Maier.

 

 

Charles Taylor (Teil 1)

lit radio taylor podium webProf. Dr. Charles Taylor ist emeritierter Professor für Philosophie an der McGill University in Montréal. Er gilt als einer der angesehensten Vertreter der Sozialphilosophie wie der politischen Philosophie in der Gegenwart. 
2008 wurde ihm für sein Lebenswerk der Kyoto-Preis verliehen, eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für Verdienste um Wissenschaft und Kultur. 
Charles Taylor entwirft in seinem Buch „Ein säkulares Zeitalter“ das Panorama der Epoche der Säkularisierung. Das mehrfach ausgezeichnete Werk inspiriert durch seine tiefgreifende Analyse und zugleich von gläubiger Zuversicht getragene Perspektive, erregte große Aufmerksamkeit und sorgt weiterhin für intensive Diskussionen. Im Horizont der zentralen Fragestellung nach dem Verhältnis von Religion und Moderne setzt sich Taylor mit der geistesgeschichtlich-religiösen Entwicklung der abendländischen Zivilisation in der Neuzeit auseinander. Er reflektiert diese Entwicklung, die er durch einen tiefen Wandel hin zu Säkularität in unterschiedlichen Dimensionen geprägt sieht: von einer Gesellschaft, in der es praktisch unmöglich war, nicht an Gott zu glauben, zu einer Gesellschaft, in der dieser Glaube nur mehr eine von mehreren Möglichkeiten darstellt. 
Taylor spürt den Ursachen einer Situation nach, in der areligiöse Weltdeutungen für immer mehr Menschen die einzig einleuchtenden und die Dimension des Transzendenten vielfach keine in Frage kommende Option mehr zu sein scheinen. Und er fragt danach, wie unter diesen Bedingungen Glauben und spirituelle Erfahrung noch möglich sind.

 

Hier geht es zur Radiosendung: Lesung mit Charles Taylor (Teil 1)

 

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Prof. Dr. Charles Taylor aus Montréal (links im Bild) zusammen mit Prof. Dr. Jürgen Habermas (rechts im Bild) und Akademiedirektor Dr. Florian Schuller.

 

 

Charles Taylor (Teil 2)

lit radio taylor webProf. Dr. Charles Taylor ist emeritierter Professor für Philosophie an der McGill University in Montréal. Er gilt als einer der angesehensten Vertreter der Sozialphilosophie wie der politischen Philosophie in der Gegenwart. 
2008 wurde ihm für sein Lebenswerk der Kyoto-Preis verliehen, eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für Verdienste um Wissenschaft und Kultur.

Charles Taylor entwirft in seinem Buch
 „Ein säkulares Zeitalter“ das Panorama der Epoche der Säkularisierung. Das mehrfach ausgezeichnete Werk inspiriert durch seine tiefgreifende Analyse und zugleich von gläubiger Zuversicht getragene Perspektive, erregte große Aufmerksamkeit und sorgt weiterhin für intensive Diskussionen.
lit radio taylor schuller webIm 
Horizont der zentralen Fragestellung nach dem Verhältnis von Religion und Moderne setzt sich Taylor mit der geistesgeschichtlich-religiösen Entwicklung der abendländischen Zivilisation in der Neuzeit auseinander. Er reflektiert diese Entwicklung, die er durch einen tiefen Wandel hin zu Säkularität in unterschiedlichen Dimensionen geprägt sieht: von einer Gesellschaft, in der es praktisch unmöglich war, nicht an Gott zu glauben, zu einer Gesellschaft, in der dieser Glaube nur mehr eine von mehreren Möglichkeiten darstellt.
Taylor spürt den Ursachen einer Situation nach, in der areligiöse Weltdeutungen für immer mehr Menschen die einzig einleuchtenden und die Dimension des Transzendenten vielfach keine in Frage kommende Option mehr zu sein scheinen. Und er fragt danach, wie unter diesen Bedingungen Glauben und spirituelle Erfahrung noch möglich sind.

Hier geht es zur Radiosendung: Lesung mit Charles Taylor (Teil 2)

  

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Prof. Dr. Charles Taylor aus Montréal (links im Bild) zusammen mit Prof. Dr. Jürgen Habermas (rechts im Bild) und Akademiedirektor Dr. Florian Schuller.

 

 

Albert Ostermaier: Death Valley Junction

lit radio ostermaier webRund 200 Gäste waren zur Sommernacht der Künste in der Katholischen Akademie Bayern zu Gast. "Dante trifft Albert Ostermaier" war Titel und Programm. Veranstaltet wurde die Sommernacht anlässlich des 750. Geburtstags von Dante Alighieri in Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura München und dem Forum Italia. Nach einem analytischen Vortrag des SZ-Literatur-Kritikers Prof. Dr. C. Bernd Sucher zum Thema "Dantes Spuren in der Literatur" kam die Kunst selbst zu Wort. Albert Ostermaier las - unterstützt durch die Schauspielerin Alexandra Kamp und C. Bernd Sucher - aus seinem Werk "Death Valley Junction", einem Theaterstück von 2000 für acht Darsteller, in dem Ostermaier viele Motive aus der Göttlichen Komödie verarbeitet hat. Mit auf dem Podium saß der Filmkomponist Hans Platzgumer, der seinerseits als Autor von Romanen, Hörspielen und Opern tätig ist. Er improvisierte live einen illustrierenden Klangteppich elektronischer Musik.

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Hier hören Sie Auszüge aus der Lesung: "Death Valley Junction"

Hier sehen Sie ein kurzes Video zur Veranstaltung Sommernacht der KünsteMediathek der Katholischen Akademie Bayern

Hier sehen Sie das Programmblatt der Veranstaltung mit Albert Ostermaier

 

Christian Lehnert (Teil 1)

lit radio lehnert web"Der Gott, den es nicht gibt, 
in mir ein dunkler Riss,
ist meiner Seele nah,
so oft ich ihn vermiss."
(Christian Lehnert)

Der Dichter und Essayist Christian Lehnert ist auch evangelischer Pfarrer und darüber hinaus seit fünf Jahren Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig. So fließen poetische Elemente gleichermaßen wie Erfahrungen seelsorgerlicher Praxis und wissenschaftlicher Forschung in seine Werke mit ein, um, wie Lehnert es einmal formuliert, „die Fragilität einer religiösen Existenz, und zwar meiner religiösen Existenz, zu erkunden, in allen Widersprüchen, in allen Offenheiten, in zweifelnden Fragen ...“ In hochpoetischen Bildern zeigt sich ungeschönt das delikate Verhältnis von Religiosität und Dichtung, zuletzt in den vielbeachteten Bänden „Korinthische Brocken“ (2013), „Windzüge“ (2015) und „Der Gott in einer Nuß. Fliegende Blätter von Kult und Gebet“ (2017). Kritiker sehen in ihm einen „unzeitgemäßen“ Dichter, da er weder im Literaturbetrieb noch in der Kirche einen selbstverständlichen Platz findet. Für die hohe Qualität seiner Lyrik ist Christian Lehnert vielfach ausgezeichnet worden, so noch als Student 1995 mit dem „Leonce und Lena“-Preis der Stadt Darmstadt und zuletzt mit dem Hölty-Preis für Lyrik der Stadt Hannover sowie dem Eichendorff-Literaturpreis.

Dieser Link führt zum ersten Teil der Lesung von Christian Lehnert
Auf das einleitende Referat von Albert von Schirnding folgt direkt im Anschluss die Lesung von Christian Lehnert.

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