Arnold Stadler (Teil 1)

lit radio stadler lesung webArnold Stadler sei ein Erinnerungskünstler, sagen die Kritiker, ein sprachmächtiger Vergangenheits-Spieler. Sein unverwechselbarer Stil, „Beginn einer epischen Entfaltung“ (Martin Walser), pendle zwischen unheilbarem Schmerz und rettendem Scherz. Der diesmalige Gast in Albert von Schirndings Reihe hat so ziemlich alle wichtigen Literaturpreise im deutschsprachigen Raum erhalten, nicht zuletzt den von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehenen Georg-Büchner-Preis (1999). Dabei schien sein Weg zunächst in eine ganz andere Richtung als die des Schriftstellers zu gehen. In der badischen Kleinstadt Meßkirch geboren und auf dem elterlichen Bauernhof in Rast aufgewachsen, spielte er lange Zeit mit dem Gedanken, Priester zu werden. So studierte er zunächst katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, dann aber Germanistik in Köln und Bonn, ehe er in den 80er Jahren das Schreiben zu seinem Beruf machte. Warum Schriftsteller? „Nicht weil ich etwas sagen wollte, sondern weil ich etwas sagen musste. Ich habe immer versucht, mir über meine Begegnung mit der Welt, meine Situation, Klarheit zu schaffen.“

 

Hier geht es zur Radiosendung: Lesung Arnold Stadler (Teil 1)

 

lit radio stadler podium webIn der Katholischen Akademie Bayern: ganz rechts Albert von Schirnding im Gespräch mit Arnold Stadler. Links: Signierstunde im Anschluss an die Lesung.

 

Arnold Stadler (Teil 2)

lit radio stadler lesung webArnold Stadler sei ein Erinnerungskünstler, sagen die Kritiker, ein sprachmächtiger Vergangenheits-Spieler. Sein unverwechselbarer Stil, „Beginn einer epischen Entfaltung“ (Martin Walser), pendle zwischen unheilbarem Schmerz und rettendem Scherz. Der diesmalige Gast in Albert von Schirndings Reihe hat so ziemlich alle wichtigen Literaturpreise im deutschsprachigen Raum erhalten, nicht zuletzt den von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehenen Georg-Büchner-Preis (1999). Dabei schien sein Weg zunächst in eine ganz andere Richtung als die des Schriftstellers zu gehen. In der badischen Kleinstadt Meßkirch geboren und auf dem elterlichen Bauernhof in Rast aufgewachsen, spielte er lange Zeit mit dem Gedanken, Priester zu werden. So studierte er zunächst katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, dann aber Germanistik in Köln und Bonn, ehe er in den 80er Jahren das Schreiben zu seinem Beruf machte. Warum Schriftsteller? „Nicht weil ich etwas sagen wollte, sondern weil ich etwas sagen musste. Ich habe immer versucht, mir über meine Begegnung mit der Welt, meine Situation, Klarheit zu schaffen.“

 

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lit radio stadler podium webIn der Katholischen Akademie Bayern: ganz rechts Albert von Schirnding im Gespräch mit Arnold Stadler. Links: Signierstunde im Anschluss an die Lesung.

 

Hans Maier

lit radio maier web"Für ein gutes, klares, womöglich sogar anmutiges Deutsch gehe ich auch heute meilenweit!" (Hans Maier) Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Maier, der zunächst als Professor für Politische Wissenschaften von 1988 bis 1999 als Inhaber des Guardini-Lehrstuhls für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der Münchner Universität wirkte, hat mit weit über 600 Titeln ein ungemein reiches publizistisches Werk vorgelegt. Er wurde in der Politikwissenschaft unter anderem durch seine Pubklikationen zum Thema 'Politische Religion' bekannt. Zudem war er Mitherausgeber der Wochenzeitung 'Rheinischer Merkur'.

Staat – Kirche – Verwaltung sind seine großen Lebensthemen. Sie lagen, wie er selbst einmal formulierte, „im 20. Jahrhundert, in einer Zeit der Umbrüche und Diskontinuitäten, einfach am Weg.“ Von 1985-88 war Hans Maier Präsident des Deutschen Bühnenvereins-Bundesverband deutscher Theater. Außerdem war der passionierte Organist von 1976 bis 1988 Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, dem er viele weitere Jahre angehörte. 1996 wurde er mit dem Ehrenring der Görres-Gesellschaft ausgezeichnet, 2004 zum ordentlichen Mitglied der Philosophisch-Historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Seit 1976 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

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Seine 2011 erschienene Autobiographie „Böse Jahre, gute Jahre – ein Leben 1931 ff.“ fand begeisterte Resonanz. Aus diesem Buch las er an dem Abend der Reihe "Autoren zu Gast bei Albert von Schirnding" 2012 in der Katholischen Akademie in Bayern.

Hier geht es zur Radiosendung: Lesung Hans Maier

 

lit radio maier schuller webFlorian Schuller, Katholische Akademie Bayern, rechts im Bild, bei der Begrüßung. Sitzend: Albert von Schirnding (links) und Hans Maier.

Albert Ostermaier: Death Valley Junction

lit radio ostermaier webRund 200 Gäste waren zur Sommernacht der Künste in der Katholischen Akademie Bayern zu Gast. "Dante trifft Albert Ostermaier" war Titel und Programm. Veranstaltet wurde die Sommernacht anlässlich des 750. Geburtstags von Dante Alighieri in Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura München und dem Forum Italia. Nach einem analytischen Vortrag des SZ-Literatur-Kritikers Prof. Dr. C. Bernd Sucher zum Thema "Dantes Spuren in der Literatur" kam die Kunst selbst zu Wort. Albert Ostermaier las - unterstützt durch die Schauspielerin Alexandra Kamp und C. Bernd Sucher - aus seinem Werk "Death Valley Junction", einem Theaterstück von 2000 für acht Darsteller, in dem Ostermaier viele Motive aus der Göttlichen Komödie verarbeitet hat. Mit auf dem Podium saß der Filmkomponist Hans Platzgumer, der seinerseits als Autor von Romanen, Hörspielen und Opern tätig ist. Er improvisierte live einen illustrierenden Klangteppich elektronischer Musik. 

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Hier hören Sie Auszüge aus der Lesung: "Death Valley Junction"

Hier sehen Sie ein kurzes Video zur Veranstaltung Sommernacht der KünsteMediathek der Katholischen Akademie Bayern

Hier sehen Sie das Programmblatt der Veranstaltung mit Albert Ostermaier

 

Jenny Erpenbeck (Teil 1)

lit radio erpenbeck webDie Kritiker waren voll des Lobes über ihren Roman Gehen, ging, gegangen, der vom zentralen Thema unserer Tage, der Flüchtlingsfrage, handelt. Bereits 2013 hatte Jenny Erpenbeck den Joseph-Breitbach-Preis für ein Gesamtwerk erhalten, „in dem sich künstlerische Wahrhaftigkeit mit hoher Formkunst, Sprachschönheit und einer Evokationskraft verbindet, die uns in jedem Augenblick zu Mitleidenden und Mitfühlenden macht“, und 2015 den hoch angesehenen englischen Independent Foreign Fiction Prize. Entwurzelung und Heim-Suchung ist das große Thema ihrer Bücher, beispielsweise im Roman von 2012 Aller Tage Abend. Darin beschreibt sie die Geschichte einer Familie, vielleicht auch die der eigenen, in den Wirren des 20. Jahrhunderts inmitten der oft winzigen Zufälle, die das Leben bestimmen. Ein ebenso sprachlich meisterhaftes wie atemberaubendes Buch – der Leser ahnt, dass die studierte Theaterwissenschaftlerin und Musiktheaterregisseurin auch als Regisseurin für Oper und Musiktheater arbeitet. Kein Wunder also, dass im Herbst 2016 noch zwei weitere hochkarätige Literaturpreise, folgen werden, der Thomas Mann-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Hansestadt Lübeck sowie der Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen.

Die Radiosendung finden Sie hier: Lesung mit J. Erpenbeck

Das Programm der Veranstaltung der Katholischen Akademie mit Jenny Erpenbeck ist hier abrufbar: Programmblatt

Ein Jubiläum! Albert von Schirndings Literaturreihe präsentiert nun schon eine Dekade lang literarische Höhepunkte.

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