Joachim Kaiser (Teil 2)

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Joachim Kaiser kann nach über 50-jähriger Schaffenszeit auf ein Gesamtwerk blicken, das seinesgleichen sucht. Seine Altersgruppe, die von ihm so bezeichneten „Fünfundvierziger“, hat nach dem Zweiten Weltkrieg die Bundesrepublik geprägt wie keine folgende Generation. Kaiser spricht von ganz großem Glück, das sie gehabt hätten. „Denn alles Misslingen hat seine Gründe, aber alles Gelingen sein Geheimnis.“ Am 2. Dezember 2008 sprachen in der Katholischen Akademie der Verleger und Autor Michael Krüger und Joachim Kaiser miteinander, der dieser Tage seinen 80. Geburtstag feiern konnte.

Die Radiosendung finden Sie hier: Gespräch mit Joachim Kaiser

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Albert von Schirnding über Werner Bergengruen

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Werner Bergengruen (1892-1964) war zu Lebzeiten von Lesern und Literaturkritik gleichermaßen hoch geschätzt. Er galt dann auch als einer der erfolgreichsten Autoren in der frühen Bundesrepublik. So gehört z.B. „Der letzte Rittmeister“ von 1952 zu den wohl beliebtesten Werken der Nachkriegszeit. Bergengruens Bücher verkauften sich in millionenfacher Auflage, und etliche der Texte wurden an Schulen zur Pflichtlektüre. Das änderte sich grundlegend nach 1968. Seine Ethik wurde als konservativ gescholten, und vor allem der unerschütterliche Glaube, die Welt sei von Gott geschaffen und somit im Kern „heil“, galt nun als nicht mehr zeitgemäß. Werner Bergengruen wurde zum christlichen Traditionalisten abgestempelt, geriet mehr und mehr in Vergessenheit. In den letzten Jahren allerdings zeichnet sich erneut ein Wandel ab. So wird Bergengruen als Protagonist einer während der NS-Zeit in Wort und Tat konsequenten, unzweifelhaften „inneren Emigration“ herausgestellt, deren arrogante Aburteilung durch selbstgerechte spätere Generationen ihrerseits in die Krise geraten ist. Die von der Werner Bergengruen-Gesellschaft zusammen mit der Katholischen Akademie Bayern konzipierte Tagung anlässlich des 50. Todestages erkundet, u.a. über die Zeugenschaft von Zeitgenossen und Freunden Bergengruens sowie mit Blick auf seine Tagebuch-Aufzeichnungen, die geistige und religiöse Haltung, die ihn zum Widerstand gegen den Ungeist der Zeit und zur Behauptung der Poesie führte. Albert von Schirnding referiert unter dem Titel „Erinnerung an Werner Bergengruen“.

Die Radiosendung mit dem Referat von Albert von Schirnding HÖREN SIE HIER.

Das Programm der Veranstaltung der Katholischen Akademie in Zusammenarbeit mit der Werner Bergengruen-Gesellschaft ist hier abrufbar: Programmblatt

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