FDA-Rezension: Elena Ferrante "Meine geniale Freundin"

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Mit 'Meine geniale Freundin' publiziert der Suhrkamp-Verlag den ersten Teil der 'Neapolitanischen Saga', der hierzulande (noch) recht unbekannten italienischen Autorin Elena Ferrante. Das Geheimnis jedoch, wer hinter diesem Pseudonym steckt, ist unbekannt. Wer immer es auch sei, anhand der Geschichte der beiden Mädchen Elena Greco und Raffaella Cerullo, die 1944 in Neapel in einem Armenviertel geboren werden, zeichnet Ferrante ein wunderschönes Bild vom Leben und von den Sitten in dieser Stadt: von Armut geprägt, von Bildungsferne müssen die Mädchen ihren jeweils eigenen Weg finden, der - trotz gleicher Ausgangslage - unterschiedlicher kaum sein könnte.

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FDA-Rezension: Françoise Frenkel: Nichts, um sein Haupt zu betten

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Zusammen mit ihrem Mann gründete Françoise Frenkel 1921, also kurz nach dem 1. WK, in Berlin eine Französische Buchhandlung, die bald zu einem kulturellen Mittelpunkt wird. Mit der Machtergreifung der Nazis ändern sich die Lebensbedingungen für Françoise Frenkel: sie ist Jüdin. Bis 1939 hält sie es in Berlin aus und verläßt Belrin erst kurz vor Kriegsausbruch nach Paris. Aber auch dort ist sie als Polin Ausländerin und unter dem Vichy-Regime ist sie bald zur Flucht und zu einem Leben im Untergrund gezwungen.

Ihre Aufzeichnungen: >> Nichts, um sein Haupt zu betten << schrieb sie, nachdem es ihr gelungen war, in die Schweiz zu fliehen. Nach der Erstveröffentlichung 1945 brauchte es siebzig Jahre, bis ein Exemplar dieser Buchausgabe in einem Antiquariat aufgestöbert werden sollte und die Aufzeichnungen Frenkels 2015 neu aufgelegt worden sind.

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FDA-Rezension: Angelika Schrobsdorff: Du bist nicht so wie andre Mütter

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Die kürzlich verstorbene deutsche Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff erinnert in diesem biographischen Roman an ihre Mutter Else, zu der das Verhältnis sehr zwiespältig war. Ihre Mutter wurde als Tochter sogenannte "Textiljuden" in Berlin geboren, strebte jedoch später danach, im christlichen Kulturkreis verankert zu sein. Dies gelang ihr auch unter bemerkenswerten Umständen, denn Else Schwiefert war eine intelligente, kreative, schöne und äußerst freizügige Frau. Der Krieg jedoch beendete diese dem Genuss gewidmete Lebensepoche, als Jüdin musste sie fliehen: mit ihren beiden Töchtern fand sie in Bulgarien Unterschlupf. Dort überlebten sie den Krieg, zusammen mit ihrer Tochter Angelika kam Else 1947 schwer erkrankt wieder nach Deutschland zurück und starb zwei Jahre später.

Sie können die Buchvorstellung nachlesen im Literatur-Blog "aus.gelesen": "https://radiergummi.wordpress.com" bzw. direkt unter dem Kurzlink: "http://wp.me/paXPe-6K2" (Kopieren Sie die URLs und fügen Sie sie ins Adressfeld ihres Browsers ein oder gehen Sie auf die Direktverlinkung im ersten Kommentar zu diesem Beitrag)

Den Text zur Radiobeitrag finden Sie hier: Angelika Schrobsdorff