FDA Lyrik: Wiedergehört – Angelus Silesius I, Die sinnliche Beschreibung der vier letzten Dinge (1675)

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Angelus Silesius (Johannes Scheffler 1624-1677) war ein deutscher Lyriker, Theologe und Arzt. Seine tiefreligiösen, der Mystik nahestehenden Epigramme werden zu den bedeutendsten lyrischen Werken der Barockliteratur gezählt. Sein Konfessionswechsel hatte großes Aufsehen erregt und harte Kritik von protestantischer Seite hervorgerufen. So fühlte er sich veranlasst, 1653 eine Art Rechtfertigungsschrift zu veröffentlichen, die Gründtliche Vrsachen vnd Motiven, Warumb er Von dem Luthertumb abgetretten Vnd sich zu der Catholischen Kyrchen bekennet hat. In dieser Schrift nennt er als ein Motiv seines Übertritts die freventliche Verwerfung der Mystik (Theologiae mysticae), die der Christen höchste Weisheit sei. Im herrschenden dogmatischen Protestantismus sah er Abgötterei der Vernunft. Die katholische Kirche, die nicht allein mit den Heiligen im Gebet kommuniziert, sondern auch der persönlichen Erscheinung und Besuchung genießt, sei der Leib des heiligen Geistes.
n den vier Ecken des Bildes Die sieben Todsünden von Hieronymus Bosch sind die vier letzten Dinge dargestellt: Tod, Gericht, Hölle, Himmel. Zum Karfreitag 2017 hören Sie die ersten drei, am Ostersonntag folgt zuletzt als Teil 4 "Himmel". Vor allem ist es die barocke Sprachkraft, die ein Wiederhören verdient.

Sprecher ist Uwe Kullnick

 

 

FDA Lyrik: Jutta Over

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"Meine Gedichte orientieren sich oft an den Jahreszeiten, deshalb jetzt erst einmal etwas Frühlingshaftes." So Jutta Over. Alle Gedichte entstammen ihrem Lyrikband "Der Wobbegong", bis auf den "windigen Dichter". Bei "Der windige Dichter" sind nach dem Text die Tierstimmen-Imitationen von Uwe Westphal zu hören. Auf der Website www.jover.de findet man mehr über die experimentelle Lyrikerin.

FDA Lyrik: Norwid – der unergründliche Kosmos (Teil VI)

  • Kategorie: FDA Lyrik
  • Veröffentlicht: Sonntag, 02. April 2017 01:00
  • Geschrieben von Uwe Kullnick
  • Zugriffe: 806
  • 02 Apr

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Peter Gehrisch setzt die Einführung in Cyprian Norwids Hauptwerk, „Vade-mecum“ (1866), fort. Von Philologen der Romantik zugeordnet, weist der polnische Dichter durchaus auch die Züge der Aufklärung auf. Seine Devise: „Du beklagst die Dunkelheit meiner Sprache, / Hast selbst du entzündet die Kerze denn?“ – Zum Vortrag gelangen Texte in polnischer und deutscher Sprache, darunter Norwids wohl bedeutungsvollstes Gedicht, „Der Flügel Chopins“, das Ereignisse der Januarrevolution 1863 mit dem weltanschaulichen Credo des Dichters verbindet.
Die Rezitation erfolgt durch Magdalena Dąbrowska und Peter Gehrisch, der die deutsche Version der Gedichte verfasste.
Die Musikimpulse entstammen den Chopin-Präsentationen von Josef Hofmann (1876-1957) zu Aufnahmen aus den Jahren von 1935 bis 1945.
Literaturhinweis: Cyprian Kamil Norwid, „Vade-mecum“, Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2017
Anmerkung: Magdalena Dąbrowska ist eine polnische Schauspielerin. Der Name – Dabrowska – enthält ein diakritisches Zeichen: ą. Der Familienname liest sich: Dommbrowska

 

 

FDA Lyrik: Norwid – der unergründliche Kosmos (Teil V), von Peter Gehrisch

  • Kategorie: FDA Lyrik
  • Veröffentlicht: Sonntag, 26. März 2017 01:00
  • Geschrieben von Uwe Kullnick
  • Zugriffe: 650
  • 26 Mär

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Peter Gehrisch führt in Cyprian Norwids Hauptwerk, „Vade-mecum“ (1866), ein. Er verdeutlicht die Aktualität der Aussagen des polnischen Dichters, indem er u.a. Lord Byron zitiert: „Wie viele Male sprach ich […] zu Moore, dass wir falschen Fährten folgten!...“ Im Bezug auf die Befreiung und den intellektuellen Zustand seiner unterdrückten Nation erklärt er: „Kein Schwert und kein Schild verteidigt die Sprache / Das Meisterwerk nur!“ – Zu hören sind Texte in polnischer und deutscher Sprache, vorgetragen von Magdalena Dąbrowska und Peter Gehrisch, der sie ins Polnische übertrug.
Die Musikimpulse entstammen den Chopin-Präsentationen von Josef Hofmann (1876-1957) zu Aufnahmen aus den Jahren von 1935 bis 1945. Literaturhinweis: Cyprian Kamil Norwid, „Vade-mecum“, Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2017

 

 

FDA Lyrik: Norwid – der unergründliche Kosmos (Teil IV). Teil 2 des Essays von Peter Gehrisch

  • Kategorie: FDA Lyrik
  • Veröffentlicht: Sonntag, 19. März 2017 01:00
  • Geschrieben von Uwe Kullnick
  • Zugriffe: 651
  • 19 Mär

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„Cyprian Kamil Norwid (1821 bis 1881) gehört zu den ganz großen Lyrikern der Weltliteratur, auch wenn die Welt das noch nicht gemerkt hat. Daraus kann man ihr allerdings keinen Vorwurf machen. Auch die Polen haben geraume Zeit gebraucht, um auf ihren Jahrhundertautor aufmerksam zu werden.“ – teilt Ulrich M. Schmid in der Neuen Zürcher Zeitung mit. – Der zweite Teil des von Peter Gehrisch vorgetragenen Essays „Fern vom Trivium seiner Epoche“ widmet sich Vergleichen mit Dichtern der Moderne und Postmoderne wie Stéphane Mallarmé, Ezra Pound, Gottfried Benn und Jorge Luis Borges.
Literaturhinweis: Cyprian Kamil Norwid, Über die Freiheit des Wortes, Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2012, 2. Aufl.

 

 

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